Pogrome verhindern, bevor es zu spät ist

04. November 2015  Region

Nazis-stoppen-VSEin Pegida-Ableger aus Villingen-Schwenningen, der seit Jahresbeginn schon zehn rassistische Kundgebungen organisiert hat, treibt sein Unwesen nun als nicht weniger abstoßende „Nein-zum-Heim“- Initiative. Die will am kommenden Samstag (7.11.) in Donaueschingen in der Nähe einer Flücht­lings­unterkunft aufmarschieren. Angesichts pogromartiger Vorkommnisse im ganzen Land ist Widerstand dagegen Pflicht. AntifaschistInnen aus Villingen-Schwenningen rufen zu Gegenaktionen auf.


Beteiligt euch an den Protesten gegen „Nein zum Heim“ in Donaueschingen am 7.November. Beginn um 13 Uhr an der Stadtkirche.

Ende 2014 wurde „Pegida“ gegründet. In vielen Städten entstanden lokale Ableger. Sie machen Flüchtlinge für viele Probleme in Deutschland verantwortlich. Auf ihren Veranstaltungen verbreiten sie diese menschenverachtende Hetze und fordern, keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen und jene, die schon hier sind, abzuschieben. Pegida ist ein Zusammenschluss von solchen Rassisten, die eine härtere Politik gegen Migrantinnen und Migranten fordern, aber auch Nazis, die immer wieder Angriffe auf diese und andere Menschen propagieren und verüben.

Die durch „Pegida“-Aufmärsche verbreitete rassistische Stimmung trug dazu bei, dass es in Deutschland vermehrt zu Angriffen auf Geflüchtete und Anschlägen auf ihre Unterkünfte kam.

Seit Januar 2015 gab es mit „SBH-Gida“ auch einen Ableger von „Pegida“ in unserer Region. Er zeichnete sich besonders dadurch aus, dass sehr viele Teilnehmer der Veranstaltungen aus Nazis bestanden.

Da die führenden Personen von „SBH-Gida“ in Verbindung mit der Nazipartei „Der III. Weg“ stehen, die noch weitaus extremere Positionen vertritt, darf diese Gruppierung jedoch nun nicht mehr als „Pegida“ auftreten. Deshalb organisieren die Veranstalter und Sympathisanten der Gruppe sich jetzt unter dem Namen „Nein zum Heim“. Unter diesem Motto hetzen sie nun weiterhin gegen jene, die vor Krieg und Armut in Deutschland Zuflucht finden. Deshalb planen sie jetzt Kundgebungen in direkter Nähe zu Flüchtlingsunterkünften um ihre fremdenfeindliche Hetze direkt vor Ort unter in die Bevölkerung zu tragen und ein hasserfülltes Klima zu schaffen.

Wie viele andere wissen wir, dass Flüchtlinge nicht die Schuld an Problemen wie Armut, Arbeitslosigkeit oder wenig Geld in öffentlichen Kassen haben. Im Gegenteil: Die Gründe, weshalb Menschen aus anderen Ländern fliehen, sind die gleichen, wie die, die den Menschen hier Probleme bereiten. Die gleichen Konzerne und Regierungen, die hier Sozialleistungen einsparen, für die Wirtschaftskrise verantwortlich sind und die Arbeitsbedingungen verschlechtern, unterstützen in anderen Teilen der Welt wie Syrien und Libyen Bürgerkriege um ihre Interessen durchzusetzen.

Deshalb müssen wir alle zusammenhalten, egal, ob wir hier geboren wurden oder hierher geflohen sind. Darum werden wir bei fremdenfeindlichen Kundgebungen immer wieder Protest dagegen organisieren und für ein solidarisches Miteinander eintreten.

Lassen wir uns nicht gegeneinander ausspielen!
Gemeinsam gegen Unterdrückung und Hass!
Beteiligt euch an den Protesten gegen Rassismus am 7. November!
Nazis keine Basis bieten!

PM/SG
Mehr Infos: www.antifatreffenvs.wordpress.com


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