Wohnungsbau: SPD-Fraktionschef Schmiedel sollte sich an eigene Nase fassen

11. November 2015  Baden-Württemberg

wohnen-grundrecht-keine-wareSeit Jahren verfehlt die grün-rote Landesregierung die eigenen Ziele beim Wohnungsbau. Nun ist der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel mit der Forderung vorgeprescht, die Kommunen bräuchten „Beinfreiheit“ beim Wohnungsbau. Schmiedel, offenbar schon frühzeitig im Wahlkampfmodus, schoss damit gegen den grünen Regierungspartner, dem er „restriktives Denken beim Flächenverbrauch“ vorwarf. Man brauche angesichts der Zuwanderung durch Flüchtlinge jetzt Wohnraum, keine Hindernisse, so der SPD-Politiker.

Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der LINKEN und Spitzenkandidat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, hat die Schmiedel-Äußerungen als unqualifiziert kritisiert.
Riexinger: „Die SPD schiebt die Verantwortung mal wieder in alle Richtungen und möglichst weit von sich weg. Die Äußerung von Claus Schmiedel zeigt die Kluft zwischen Regierungshandeln und aufgeblasenen Forderungen. Im Jahr 2011 hatte die SPD 50.000 Wohnungen pro Jahr versprochen, doch die Landesregierung ließ nur 30.000 pro Jahr errichten. Nun sollen es schon 70.000 bis 80.000 pro Jahr sein, aber das dafür dringend notwendige Wohnungsbauprogramm fehlt weiterhin.

Wer jetzt im Wahlkampf 80.000 neue Wohnungen fordert, dafür aber kein Geld ausgeben will und seit über vier Jahren nichts in diese Richtung tut, betreibt nur eines: populistischen Wahlkampf auf dem Rücken der Wohnungssuchenden. DIE LINKE fordert ein ernst gemeintes Wohnungsbauprogramm in Höhe von mindestens 250 Mio. EUR pro Jahr, um den Menschen im Land preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“ – PM/jüg


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