DIE LINKE unterstützt die Streiks im Einzelhandel

07. Juli 2017  Baden-Württemberg, Konstanz, Region

Die baden-württembergischen Einzelhandelsunternehmer mauern in der laufenden Tarifrunde weiter hartnäckig: Vor dem nunmehr schon fünften Treffen der Tarifparteien am kommenden Montag (10.7.) will die Gewerkschaft ver.di deshalb noch einmal Druck machen für ihre Forderungen nach mehr Lohn, der Einführung einer verbindlichen Lohnuntergrenze und dem Ende der Tarifflucht – auch im Kreis Konstanz werden deshalb am Wochende wieder Beschäftigte streiken. Der Landes- und Kreisverband der LINKEN unterstützt die Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel.

Die Forderung der Gewerkschaft, Löhne und Gehälter um 6 Prozent sind angesichts niedriger Einkommen mehr als berechtigt, ebenso wie ein tarifliches Mindesteinkommen von 1900 Euro. Vor allem müssen die Arbeitgeber die bis zum Jahr 2000 geltende Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen wieder akzeptieren – nur so können Elendslöhne und Unternehmerwillkür verhindert werden. Es ist höchste Zeit für entschiedene Schritte gegen das verbreitete Lohndumping, mit dem Einzelhandels-Unternehmen auf Kosten vieler Beschäftigter satte Profite machen.

Als Vertreterin der LINKEN sprach die Bundestagsabgeordnete Karin Binder am 7. Juli auf der zentralen baden-württembergischen ver.di-Streikkundgebung in Karlsruhe. In ihrem Grußwort erklärte sie: „Immer noch blockieren die Arbeitgeber die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Das muss ein Ende haben, Tarifflucht und Lohndumping im Einzelhandel ist eine Schande. Den Reichtum, den die Firmeneigner der Konzerne anhäufen, den schaffen die Kolleginnen und Kollegen. Sie selber sollen aber mit Almosen abgespeist werden.“

Karin Binder weiß, wovon sie spricht. Sie hat im Einzelhandel gelernt und war später DGB-Bezirksvorsitzende in Karlsruhe. Den 800 Kolleginnen und Kollegen auf der Demonstration versicherte sie die Solidarität der LINKEN und wünschte ihnen einen langen Atem in diesem Tarifkampf. – MM/jüg

 


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