Antimilitaristische Kundgebung: Krieg beginnt hier!

25. Februar 2018  Konstanz

Die linksjugend[’solid] und dielinke.SDS Uni Konstanz rufen am morgigen Montag (26.2.) zu einer antimilitaristischen Kundgebung vor dem Firmengebäude von ATM ComputerSysteme in der Max-Stromeyer-Straße auf. Das Unternehmen ist eine Tochter von Kraus-Maffei Wegmann, ein Rüstungskonzern der neben anderen Waffensystemen auch Leopard-Panzer produziert. Der Kundgebungsaufruf im Wortlaut:

18 Kriege toben momentan auf der Welt, dazu kommen 226 gewalttätige Konflikte. Rund 60 Millionen Menschen sind vor diesen Konflikten auf der Flucht.

Aber auch das Geschäft mit Waffen boomt, in Deutschland macht der Export mit 23 Milliarden Euro 0,4 % des Gesamtumsatzes aller deutschen Unternehmen aus.

Zwischen dem Morden in den Krisenherden dieser Welt und den hier hergestellten Waffen besteht ein direkter Zusammenhang. Es gibt keine friedliche Nutzung eines Panzers oder einer Kurzstreckenrakete.

Gerade auch am Bodensee werden von Unternehmen wie ATM, Airbus Defence and Space, Diehl, Mowag, MTU, Swiss Arms und ZMS Militärtechnologie und Waffen hergestellt – nur um einige der größten zu nennen.

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags gegen Kriegswaffen-Produktion werden wir am Montag, 26.02.2018, eine Kundgebung vor dem im Petershausener Business-Park ansässigen ATM-Konzern (Max-Stromeyer-Straße 116) abhalten.

Die Firma ist ein 100prozentiges Tochterunternehmen von Kraus-Maffei Wegmann, also von der Firma welche auch den Leopard 2 Panzer herstellt, welcher momentan von der türkischen Regierung in einem völkerrechtswidrigem Krieg gegen die kurdische Region Afrin eingesetzt wird.

Im Grundgesetz ist die Herstellung von Kriegswaffen im Artikel 26 geregelt. Hier steht in Absatz 2, dass allein der Staat über die Herstellung von Kriegswaffen entscheidet. Daher könnte unser Staat mit diesem Gesetz Kriege und Gewalt schon im Vorfeld verhindern. Aber wie so oft sind wirtschaftliche Interessen wichtiger als Menschenleben.

Krieg beginnt nicht erst in Afrin oder im Sudan. Er beginnt hier in deutschen Rüstungsfabriken.

Daher fordern wir ganz klar: Stoppt die Produktion von Kriegswaffen.

Termin, Ort und Zeit: Montag, 26.2., Max-Stromeyer-Straße 116, 16:30 Uhr


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