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LLK-Stadträte: HBH-Krise Warnschuß für GmbH-Befürworter |
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Freitag, 27. November 2009 |
Die LLK-Stadträte weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das von der Konstanzer Verwaltung ins Spiel gebrachte GmbH-Modell für das hiesige Klinikum große Parallelen zum HBH-Klinikverbund aufweist. „Der Fall HBH sollte allen Befürwortern einer GmbH-Lösung für das Konstanzer Klinikum in der Verwaltung und im Gemeinderat schwer zu denken geben“, erklärt Vera Hemm. Diese Organisationsform stelle eben keinesfalls die Wirtschaftlichkeit des Klinikbetriebs sicher, sondern erhöhe wegen der reduzierten öffentlichen Kontrollmöglichkeiten im Gegenteil die Risiken finanzieller Fehlentscheidungen – wie der Fall HBH nun überdeutlich zeige.
Und Holger Reile ergänzt: „Außerdem ist die Entwicklung bei den Hegau-Kliniken ein Musterbeispiel dafür, wer für solch verfehlte Führungsentscheidungen die Zeche zahlt. Laut Aussagen des HBH-Personalratsvorsitzenden Brachat wurde von 1998 bis 2007 der Personalstand um fast 12 Prozent gesenkt, und das ungeachtet der Tatsache, dass im gleichen Zeitraum die Zahl der behandelten Fälle um knapp 8 Prozent anstieg.“ Wie derzeit in Konstanz versicherten auch damals die Verantwortlichen dem Personal der im Verbund zusammengefassten Kliniken vollmundig, die Änderung der Rechtsform habe keine Auswirkungen auf Arbeitsplätze, -bedingungen und Einkommen. „Leere Worte“, so Reile, „der Fall HBH zeigt ganz klar, dass die GmbH-Lösung die Möglichkeiten des Managements verbessert, auf Kosten des Personals zu sparen – und damit auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verschlechtern.“
Die beiden LLK-Gemeindräte sehen sich aufgrund der dramatischen Entwicklung im öffentlichen Gesundheitswesen in unseren Nachbargemeinden in ihrer Überzeugung bestätigt, dass das Konstanzer Klinikum als städtischer Eigenbetrieb weitergeführt werden muss. „Geschäftsgrundlage des Konstanzer Klinikums darf nicht der Zwang sein, Gewinne zu maximieren, das Ziel muss immer darin bestehen, die optimale medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.“ |