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Antimilitaristische Aktionswoche in Konstanz |
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Donnerstag, 17. Mai 2012 |
Die linksjugend['solid] Konstanz und die Linke.SDS beteiligen sich an der antimilitaristischen Aktionswoche, die kommenden Sonntag mit einer Fahrraddemo (Treffpunkt Uni-Busschleife: 15 Uhr) ihren Auftakt nimmt. „Die voranschreitende Militarisierung der Gesellschaft, vor allem die Akzeptanz der Bundeswehr als ‚normaler Arbeitgeber‘ ist für uns kein haltbarer Zustand. Zunehmend wird aus der einstigen sogenannten Verteidigungsarmee das, was man eine Interventionsarmee nennt.
Jüngst ist ihr Handelsspielraum am Horn von Afrika ausgeweitet worden. Im Rahmen der Operation ATALANTA ist es beispielsweise Bundeswehrsoldaten seit diesem Monat möglich, bewaffnet auf dem somalischen Festland gegen Piraten vorzugehen. Das geschieht in erster Linie, um Wirtschaftsinteressen und Handelswege zu sichern. Dabei werden Menschen bekämpft, nicht aber die ökonomischen und sozialen Zwänge, die Leute in die Piraterie treibt. Humanitäre Intervention war für uns schon immer etwas fadenscheiniges – aber dies kommt nun tatsächlich einer offenen Kriegserklärung gleich: Nämlich Krieg gegen die Zivilbevölkerung Somalias“, erklärt ['solid]-Mitglied Ryk Fechner.
Mit der Aktionswoche wollen wir gemeinsam mit anderen Gruppen darauf aufmerksam machen, dass Militarismus nicht zu mehr Frieden, Wohlstand und Demokratie führt. ['solid]-Mitglied Kevin Kulke bemängelt: „Auch dass Konstanzer Bildungseinrichtungen mit dem Rüstungsriesen EADS kooperieren und so zur Akzeptanz von Krieg als Mittel der Politik beitragen, ist für uns ein Missstand, der immer wieder klar benannt werden muss und das werden wir solange tun, bis sämtliche Kooperationsverträge zwischen EADS, Uni und Ellenrieder-Gymnasium zurückgenommen werden.“
Am Donnerstag, den 24.05. findet der Höhepunkt unserer Aktivitäten statt: Mit einer umfangreichen Kundgebung ab 14 Uhr auf der Marktstätte wollen wir gemeinsam mit anderen Gruppen gegen die zeitgleich stattfindende Terrex-Katastrophenschutz-Übung Stellung beziehen, bei der neben starker Bundeswehrpräsenz auch Teile des Österreichischen Bundesheers sowie der Schweizer Armee erwartet werden. „Um eines richtig zu stellen: Wir haben nichts gegen strukturierten Katastrophenschutz an sich. Nur dieser muss ausschließlich zivil organisiert und realisiert werden. Es ist an der Politik, da einzugreifen. Eine promilitaristische Jubelveranstaltung können wir aber nicht unkommentiert stehen lassen. Wer mehr über die Hintergründe unserer Protestmotive erfahren will, dem sei ans Herz gelegt, am Montag (21.05.) um 21 Uhr im Contrast unseren Vortrag zu besuchen. Dort wollen wir schwerpunktmäßig auf den Umbau der Bundeswehr von der einstigen Verteidigungsarmee hin zur Interventionsarmee eingehen“, erklärt Ryk Fechner abschließend.
Marco Radojevic, Mitglied im Landessprecher_innenrat der linksjugend['solid] Konstanz
Sonntag, 20.05.: Antimilitaristische Fahrraddemo (Beginn: 15 Uhr an der Busschleife der Uni Konstanz)
Montag, 21.05.: „Transformation der Bundeswehr (von der Verteidigungs- zur Interventionsarmee)“ (Beginn: 21 Uhr, Contrast, Joseph-Belli-Weg 11)
Donnerstag, 24.05.: antimilitaristische Kundgebung auf der Marktstätte (Beginn: 14 Uhr); ab 20 Uhr: Film im Radioraum, Beyerlestr. 1 (Eingang hinterm DGB-Haus)
Weitere Informationen: Emanzipatorische Gruppe Konstanz
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17. Mai 2012 )
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