Maultaschen-Fall: „Die Verantwortlichen sollten sich schämen“
Samstag, 17. Oktober 2009
Ziemlich fassungslos müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass einer langjährigen Mitarbeiterin der Spitalstiftung wegen angeblichen Diebstahls einiger Maultaschen nun fristlos gekündigt wurde und sie somit in eine soziale Schieflage gerät.
Mehrmals habe ich in öffentlichen Gemeinderatssitzungen darum gebeten, alles zu versuchen, um eine Einigung zu erzielen und dem unwürdigen Treiben noch beizeiten ein Ende zu setzen. Diese Möglichkeit hätte bestanden und sie wurde nachlässig verspielt. Das Signal nach außen ist verheerend: Soziale Kälte und Unverhältnismäßigkeit sind nun endgültig auch in Konstanz angekommen.
Claus Boldt, zuständig für soziale Angelegenheiten in dieser Stadt, hätte intervenieren können, ja müssen. Wenn überhaupt, dann hätte eine Abmahnung gereicht und die Sache wäre vom Tisch gewesen. Auch eine Intervention von OB Horst Frank hätte vermutlich dazu geführt, das absurde Verfahren in moderate Bahnen zu leiten. Passiert ist offensichtlich nichts, die Universitätsstadt Konstanz mausert sich zur ranzigen Maultaschen-Stadt und sorgt mit ihrem neuen Ruf bundesweit für Kopfschütteln und Entsetzen. Die dafür Verantwortlichen sollten sich dafür schämen. Und zwar in Grund und Boden. Sie haben der Stadt einen Bärendienst erwiesen.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 04. November 2009 )