Warum ich kandidiere

Weil ich überzeugt bin, dass es sich lohnt. Denn die LINKE bietet ein umfassendes Wahlprogramm für soziale Sicherheit, Frieden und Klimagerechtigkeit. Diese Aufgaben erfordern nicht lediglich kleine Schönheitsreparaturen an einem an sich funktionierenden System. Diese Aufgaben müssen dringend gelöst werden, wenn wir morgen und übermorgen überhaupt noch ein System haben wollen!

Lange Zeit dominierte in unserer Gesellschaft das Gefühl, dass sich alles langsam aber kontinuierlich aufwärts bewegt. Inzwischen wissen wir, dass wir uns diesen Optimismus nicht mehr leisten können. Die soziale Ungleichheit nimmt rapide zu und mitunter groteske Formen an, die sich nicht mehr als gerechtfertigte Auswirkung ungleicher Leistung begründen lassen. Auch die Geschichte, der Reichtum der einen käme letztlich allen zugute, lässt sich nur noch schwer überzeugend vertreten. Denn mit Corona steigt nun nicht mehr nur die relative Ungleichheit, sondern auch die absolute Armut erstmals seit Langem wieder an.

Während es mit der sozialen Sicherheit bergab geht, steigen die Rüstungsausgaben massiv an. Es droht eine neue Aufrüstungsspirale entlang der alten Fronten des Kalten Krieges. Und auch die Zahl der „heißen Kriege“ nimmt zu – was im zumeist ruhigen Europa viel zu selten zur Kenntnis genommen wird. Dem entgegenzutreten ist nicht nur deswegen notwendig, weil wir uns langfristig vom Rest der Welt nicht abschotten können. Es ist vor allem geboten, weil es um Menschenleben geht. Die LINKE setzt konsequent auf Entmilitarisierung. Denn Konflikte löst man nicht mit Waffen, sondern durch den Ausbau einer sozialen und rechtlichen Infrastruktur, die sie gar nicht erst eskalieren lässt.

Klimaschutz ist nicht alles, aber ohne Klimaschutz ist alles nichts. Mit dem Schlagwort der Klimagerechtigkeit bringen wir unsere Überzeugung zum Ausdruck, dass ökologisch nur sozial geht – und umgekehrt. Die besten Sozialsysteme bringen uns nichts, wenn wir dabei unseren Planeten zerstören. Um das zu verhindern, müssen wir aber alle mitnehmen. Das gilt für die Beschäftigten in Industriezweigen, die es so in Zukunft nicht mehr geben kann, ebenso wie für die Menschen in den Ländern des globalen Südens. Die Klimakrise bewältigen wir gemeinsam oder gar nicht. Die Investitionen und Einbußen, die dafür notwendig sind, können wir nicht bei den Schwächsten abladen.

Ich lade Sie ein, sich unser Programm genauer anzuschauen und mich im Wahlkampf zu begleiten. Denn auch wenn es uns um eine andere, solidarische Gesellschaft geht, knüpfen wir doch ganz konkret in der Gegenwart an und verbinden Vorschläge für erste Reformschritten mit unserem größeren Zielhorizont. Bei all dem setzen wir auf den demokratischen Diskurs. Wir haben eine Zielvision und auch Vorschläge, wie wir ihr näherkommen. Was wir nicht haben, ist das fertige Konzept für eine ,glückliche Gesellschaft‘, das nur noch aus der Schublade gezogen werden muss. Auch deshalb lade ich Sie ein, treten Sie mit mir in Kontakt! Bringen Sie sich selbst mit ihren Ideen, Vorschlägen und Vorbehalten ein. Politik muss in einer Demokratie mehr sein, als einfach nur ein Kreuz zu machen. Politik muss ein ständiger Austausch- und Kommunikationsprozess sein.

Ich freue mich über Ihr Interesse und Ihre Unterstützung,
Ihre Sibylle Röth

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